Antrag auf Schaffung von Verkehrssicherheit in der Herdstraße

von | Apr 30, 2016 | Innenstadt | 0 Kommentare

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Eger,

Speyer, den 30.4.2016

mehrere Bürger in der Herdstraße haben sich über häufige und teilweise extreme Raserei in dieser Straße beschwert.

Schon tagsüber wird dort wohl oft statt der vorgeschriebenen 30 km/h tatsächlich 50 km/h gefahren, so dass Anwohner insbesondere um die Sicherheit ihrer Kinder fürchten. Diese Lage ist um so bedenklicher, als dass die Straße auch zum Schulweg zum Gymnasium am Kaiserdom gehört.
Direkt im Bereich der Mitte der Straße ist außerdem seit einiger Zeit die Reformschule angesiedelt worden.

Spät abends kommt es, so wird berichtet, durch aufgedrehte Altststadtbesucher und Jugendliche vielfach sogar zu Fällen extremer Raserei.

Diese Berichte haben uns zunächst erstaunt, aber ein dort wohnendes Mitglied unserer Wählergruppe hat diese Beobachtungen bestätigt und zu einer Ortsbesichtigung eingeladen. Er verwies auf einen schweren Unfall neulich, bei der ein Raser auf die Schlange parkender Autos am rechten Rand der Südgerade der Herdstraße eingeschlagen war und dort mehrere Autos umhergeschleudert hatte. Die polizeilichen Markierungen des Endstandes der Autos fanden sich noch auf den Bürgersteigen beider Straßenseiten.

Bei der Ortsbesichtigung fanden wir die Lage wie folgt:

Die Straße ist als Einbahnstraße natürlich ohne Gegenverkehr und für PKW mehr als genügend breit. Es gibt untypisch für Altstadt- und Wohngebiete keine verlangsamenden Kreuzungen: Die Mönchsgasse ist eine untergeordnete gepflasterte Spielstraße und am Ende gehen zwei Einbahnstraßen ab. De facto haben die Raser durchgehend Vorfahrt.

Beim Einbiegen in die Herdstraße beginnt diese zunächst mit einer Geraden die wohl einige schon zum Beschleunigen einlädt. Es wurde außerdem berichtet, dass gewohnheitsmäßige Raser schon beim Einbiegen mit überhöhter Geschwindigkeit fahren, was auch immer wieder zum Einschlag auf dort geparkte Autos führen würde.

Die Parkregelung in der Straße ist durchgehend so durchgeführt, dass schnellem Fahren nichts im Wege steht.

Auf die lange erste Gerade folgt eine lange sanfte Kurve in der sich die Reformschule befindet. Nur bei wirklich extremer Geschwindigkeit ist es möglich auf die lange Parkreihe entlang der zweiten
Gerade einzuschlagen, wie vor kurzem geschehen.

Wem das nicht passiert, fährt in die zweite lange Gerade ein.

Abgesehen von der Gefahr sorgen die aufheulenden Motoren auch für erhebliche Störung der Abend- und Nachtruhe der Anwohner.

Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Leider kommen in der engen Straße mit vielen Anwohnern Schwellen zum Abbremsen des Verkehrs wegen der damit verbundenen Lärmbelästigung für die Anwohner nicht in Frage.

Deshalb sehen wir nur eine Lösung, nämlich die parkenden Autos künftig versetzt anzuordnen, so dass wer, entsprechend der Regelung mit 30 km/h fährt gut fahren kann, bis bisherigen Rasereien ausgeschlossen sind.

Im Hinblick auf die nötige Umlernphase enpfehlen wir ergänzend zum einen zielgerichtete Geschwindigkeitskontrollen zum anderen das Ende der neuen Parkreihen schöne Betonkübel anzuordenen und mit Blumen zu pflanzen, um die Schäden an den geparkten Fahrzeugen durch Raser zu begrenzen. Dafür könnte man die in Speyer-Nord nach Aufwuchs der Bäume abgezogenen Pflanzkübel nutzen.

Unser Antrag:

Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung ein Veränderung der Herdstraße, bevorzugt durch Änderung der Parkregelung, zu planen und ohne große Kosten zunächst probeweise umzusetzen, die die dortige massiv überhöhten Geschwindigkeiten wirksam begrenzt. Hauptziel ist die Erhöung der Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer, insbesondere für Kinder und Schulkinder sowie eine Beruhigung des Lärms. Die Zahl der Anwohnerparkplätze soll möglichst erhöht werden.

Claus Ableiter Fraktionsvorsitzender

1. Herdstraße – der Einstieg in die erste lange Renngerade
2. Einstieg zur langen leichten Rennkurve mit Reformschule zur linken Hand
3. Blick auf das entfernte Ende der langen Kurve – die Mönchsgasse ist als Spielstraße untergeordnet.
4. Aufschlagpunkt eines gescheiterten Rennfahrers – das Ende der Parkschlange entlang der zweiten Gerade
5. Südende der zweiten Gerade mit abgehenden Einbahnstraßen